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dürfen. Nur Rouſſeau entzog ſich den Beweiſen ſolcher Freundſchaft, nur bei ihm ſcheiterte jedes Bemühen, ihn der materiellen Sorgen zu entheben, welche dem Leben eines Dichters eine ſo harte Zugabe ſind.
Die Geſellſchaft geſtattete den Damen völlige Freiheit das Talent zu bewundern und ihm Lorbeern zu winden, doch weniger gern ſah man es, wenn dieſe ſchönen Hände ſelbſt nach ſolchen Kronen griffen. Für ſie ſollte es nur den einen Ruhm geben: zu lieben und ſie Liebe zu ge⸗ winnen.— Nur die Roſe durfte für ſie blühen, und nur dieſe Blüthen durften ſie ſich pflücken.
Die Ehe war eine Sache der Convenienz, ein Fa⸗ milienvertrag, ſie gab der Frau eine bürgerliche Stellung, ſie gehörte zu den Verpflichtungen, welche der Menſch mit ſeinem Daſein auf ſich nimmt. Die durfte bei ihrem Abſchluß keine Stimme führen, das hätte zu einem Umſtoßen der bürgerlichen Ordnung leiten können. Eltern oder Verwandte h pie Wahl, und fanden die Bethei⸗ ligten Gefallen an einander, ſo blieb das ein glücklicher Zufall.
Frau von Genlis hatte eine ſolche Ehe geſchloſſen und ſich daher, ohne großen Kummer, in Verhältniſſe gefügt, welche ſie von ihrem Gatten trennten.
Sie bewohnte mit ihren Zöglingen das Schloß Belle Chaſſe, wo eine fürſtliche Einrichtung für ſie getroffen war
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