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der Große verſchrieb ſich die Zierden ſeines Hofes von Paris, und Katharine von Rußland wurde die großmüthige Beſchützerin franzöſiſcher Gelehrten.— Faſt jeder Fürſt rechnete es ſich zur Ehre, einem Dichter oder einem Manne der Wiſſenſchaft ſeine Protection angedeihen zu laſſen, und ſo gefeiert und hervorgehoben, erkannten die Träger der Intelligenz es für eine Gnade des Himmels, ſie mit dem unvergänglichem Schatze geiſtiger Befähigung in die Welt geſandt zu haben.
Die Frauen, ſtets der Nachſommer männlicher Be⸗ deutung, bewunderten, was Jene leiſteten, und beſtrebten ſich, dieſe Bewunderung auszudrücken. Dies Beſtreben verlieh ihnen einen neuen Reiz, man fand ſie um ſo liebens⸗ würdiger, je mehr Theilnahme ſie dem widmeten, was die Männer beſchäftigte, und das ihnen ertheilte Lob ſtellte ſie zufrieden. Beide Theile hatten daher, über ihre Stellung zu einander und zu der Welt, keine Klage zu führen.— Das Wort Emanzipation wurde nirgends gehört. Jede Dame, deren Vermögen es geſtattete ein Haus auszu⸗ machen, verſammelte einen Kreis ausgezeichneter Männer um ſich und protegirte dieſen oder jenen Dichter, den ſie als beſondern Freund zu ehren wünſchte. Gewöhnlich wies ſie ihm ſogar eine Wohnung in ihrem Hotel an und häufig fand es ſich, daß Damen darum ſtritten, welche von ihnen ſo glücklich ſein ſollte, ihre Zimmer hergeben zu


