Teil eines Werkes 
1. Bd. (1859)
Entstehung
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die Frauen wiederum, um ihren Worten einen beſondern Reiz zu verleihen. Man machte gemeinſchaftlich Verſe, gab ſich Endreime auf und beſonders gern zeichnete man Portraits mit Worten und ließ die Geſellſchaft die Perſon errathen.

Später, als die politiſchen Angelegenheiten alle übri⸗ gen Intereſſen in den Hintergrund drängten, wurde es damit anders, ernſthafte Debatten ſchienen dann nicht länger für Damenohren geeignet, und der Salon war nicht der paſſende Ort, um dem Haß der Parteien freien Lauf zu gewähren. Mit dieſer Veränderung nahmen auch die Sitten, ja ſogar die Trachten, eine andere Form an, und die Verfeinerung ſchwand.

Es war Ludwig XVI., welcher den erſten Club, nach engliſchem Vorbilde, gründete, und Zeitungen und Bro⸗ ſchüren zur allgemeinen Benutzung ankaufen hieß. Wie wenig ahnte es ihm damals, daß ſolch ein Club, ſolch eine Geſellſchaft von Männern in einem Locale vereint, wenige Jahre ſpäter unter dem berüchtigten Namen der Jacobiner gegen ihn auftreten und ihm ſein Leben abſprechen ſollte.

So führen die kleinen Dinge gar oft zu den größten Folgen, und wir ermeſſen nicht des geringſten Umſtandes ungeheure Tragweite. Frankreich that damals mächtige Schritte in der Entwicklung geiſtiger Cultur, und Europa ſah ihm mit Staunen und Bewunderung zu. Friedrich

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