Teil eines Werkes 
1. Bd. (1859)
Entstehung
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derſelben erkannte Herr Necker ſogleich den Boten des anonymen Schreibens.

Ah! rief er leiſe,meine Ahnung! Haben Sie noch nicht für mich erforſcht, junger Mann, wer der Ver⸗ faſſer jenes Schreibens iſt? redete er ihn an.

Noch nicht, Monſieur! erwiederte dieſer, ſich ver⸗ legen verbeugend.

Und welche Nachricht bringen Sie meiner Tochter heute aus Paris? fragte er weiter.

Eine ſehr ſchmerzliche, die ich jetzt nicht auszurichten brauche, da Monſieur ſelbſt hier ſind, erwiederte er mit großer Ehrfurcht.

So hatte ſich das Gerücht von meiner Entlaſſung ſchon verbreitet? fragte er überraſcht, und nicht ahnend, daß Germaine noch nichts davon erfahren.

Entlaſſung! rief dieſe mit einem gellenden Schrei und ſtürzte leblos zu Boden.

Eine dumpfe Stille herrſchte am folgenden Morgen in den Straßen von Paris. Es war Sonntag, aber Nie⸗ mand dachte heute an ein Vergnügen.

Von Mund zu Mund lief die Schreckensnachricht, Necker ſei entlaſſen. Auf den Promenaden, in den Kaffee⸗ häuſern, wohin man auch blickte, ſah man nur traurige Geſichter. Selbſt kein Scherz, kein Witzwort, wofür der Pariſer ſonſt immer zugänglich iſt, wollte heute die Menge