die it⸗
gte ine
ind
en
iſt R eſe
211
tragen und ihrer Winke Diener ſein?— Wer irgend ein Talent beſitzt und es verwerthen kann, wird frei mit ſeinem
Pfunde wuchern wollen, und nicht den Rock anziehen, der
ihn dem Dienſte eines Andern verkauft. Die Paraſiten aber, weil ſie aus altadeligem Geſchlechte ſind, können nicht arbeiten, ſie ſind geborne Königsdiener, ſie dienen ihm, weil er ſie wiederum erhält. Eins hebt das Andere auf.“ „Warum bleibt der Adel nicht lieber auf ſeinen Gü⸗ tern!“ rief Germaine lebhaft.„Oder zieht in den Krieg, wie die Condé, Montmorench und ſo viele jetzt gethan, ſeit Lafayette ihnen den Weg in dieſe neue Welt geöffnet.“ „Ja, wenn ſie Güter hätten! meine Theure! Ur⸗ ſprünglich waren es Vaſallen des Reiches, welche den Thron mit ihren Kräften ſtützten. Seitdem hat ſich dies Verhältniß gar ſehr geändert. Wir zählen augenblicklich vielleicht 80,000 adelige Familien in Frankreich, eine Zahl, welche durch die 11,000 Aemter, welche in den Adelſtand erheben, ſo herangewachſen iſt. Außerdem verliehen unſere Könige faſt täglich Adelsdiplome, und während des Erbfolgekrieges kaufte man den Adel für 2000 Thaler. Unter dieſer ganzen Zahl befinden ſich nur ungefähr tauſend Familien, deren Namen das Alter der Monarchie tragen, und unſerm Ohr durch die Erinnerung großer Thaten vertraut geworden ſind. Dieſe großen Namen ließen aber nicht immer die großen Eigenſchaften der Voreltern mit vererben, und ihr


