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wollen, und als ihm dieſe plötzliche Abreiſe gemeldet ward, war er, nichts Gutes ahnend, ihm hierher nachgefolgt.
Einſilbig ſaß der kleine Kreis jetzt beiſammen. Nie⸗ mand wollte das Geſpräch mit dem beginnen, was Jedem auf dem Herzen lag und doch auch wieder ängſtigte Alle dieſes Schweigen.
Marmontel zog endlich Germaine in ein Geſpräch, da dieſe, der die volle Wahrheit noch vorenthalten blieb, am meiſten aufgelegt ſchien, ihre Gedanken einem andern Gegenſtande zuzuwenden.
„Wiſſen Sie ſchon, meine kleine Freundin, daß unſer armer Raynal für ſeine neue Auflage der Geſchichte Indiens aus Paris verbannt wird?“ fragte er ſie.
„In der That!“ rief ſie verwundert.„Ich habe wohl allerlei Andeutungen geleſen, daß man ſein Buch verbieten könnte; aber nirgends gefunden, daß man des Verfaſſers perſönliche Freiheit bedrohe.“
„Das thut man auch nicht. Er entfernt ſich in der Stille, bis der Sturm vorüber iſt; ſein Buch aber wird morgen öffentlich von Henkershand auf den Stufen des erzbiſchöflichen Palaſtes verbrannt werden.“
„Das klingt ja ſchauerlich!“ rief das Mädchen aus, während ihre lebhafte Phantaſie ihr dieſe Handlung aus⸗ malte.„Ich möchte es wohl ſehen!“
„Wünſchen Sie das nicht, es würde Ihnen wenig


