Teil eines Werkes 
1. Bd. (1859)
Entstehung
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Ihr armer Vater! rief er, ihr die Hand reichend, entgegen.Kommen Sie! Wir müſſen ihn zu tröſten ſuchen. Er verdient das nicht um Frankreich!

Es iſt ein gräulicher Undank! rief ſie aus, nur an ihre Carricaturen denkend.Meine Mutter hat mich von Jugend auf gelehrt, den Undank als das ſchlimmſte Laſter zu betrachten und was ich bis dahin der Theorie nach ver⸗ abſcheut, ſoll ich nun in Wahrheit als eine Scheußlichkeit erkennen lernen. Ach! Marmontel, Sie wiſſen gar nicht was ich leide!

Stille, ſtille! Wir dürfen das nicht merken laſſen. Machen Sie jetzt ein hübſch freundliches Geſicht und be⸗ grüßen Ihren Vater, als ob nichts vorgefallen wäre.

Sie traten in den Salon.

Bewegt ſchloß Necker ſein geliebtes Kind in die Arme. Es war ihm zu Muthe, als müſſe er in ihrer Liebe jetzt doppelten Erſatz ſuchen für das ihm widerfahrene Leid und lange hielt er ſie ſchweigend an ſeine Bruſt gedrückt. Dann erſt begrüßte er den Freund, der, durch einen Zufall von dem Vorgefallenen unterrichtet, hergeeilt war, um ihm ſeine Theilnahme zu bezeugen.

Gleich darauf erſchien auch der Bruder Necker's.* Er hatte ihn in ſeiner Wohnung in der Stadt beſuchen

* Saint Beuve in ſeinen Cauſeries.

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