Teil eines Werkes 
1. Bd. (1859)
Entstehung
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bedurfte es, daß Jemand ihre Freude theile und da kam ſie natürlich zu ihrem Vater.

Das kleine Mädchen richtete ihre großen ſchwarzen Augen mit einem dankbaren Blick auf Herrn Necker und ſetzte ſich dann leiſe wieder auf ihren Platz. Sie wußte, dies ſei das beſte Mittel, den Unwillen ihrer ſtrengen Mutter zu beſchwichtigen.

Unſere Unterhaltung iſt leicht wieder angeknüpft; denn ſie behandelte einen leichten Gegenſtand, bemerkte Grimm ſcherzhaft, und warf dabei einen Blick in den Spie⸗ gel über dem Kamin, wo ihm ſein Bild, von zwei Arm⸗ leuchtern hell überſtrahlt, entgegenſchien.Wir ſprachen von Madame Dubarry und deren künftigen Schickſalen.

Sie verzeihen! wenn ich dieſen Namen lieber nicht hier genannt hörte, ſagte Madame Necker kalt.Sie kennen dieſe Schwäche ſchon an mir, lieber Baron. Sie wiſſen ſchon, daß eine ehrliche Schweizerin es nie lernen wird, das Loos der Frauen von philoſophiſchem Stand⸗ punkte aus zu betrachten. Ich kann mich zu dieſer Höhe nicht aufſchwingen, ich bekenne das gern, ich bin von mei⸗ nem Vater dazu viel zu ſtrenge, viel zu kleinbürgerlich erzogen, wenn Sie wollen. Was Sie hier in der guten Geſellſchaft une femme philosophe nennen, würde bei uns mit einer unehrlichen Frau abgefertigt werden. Und