entzog, der ſie das Spiel ihrer Hände verbergen zu wollen ſchien. Ein Lächeln der Befriedigung ruhte auf den Zü⸗ gen des Kindes. Während ihre vollen friſchen Wangen ſich noch höher färbten, ſprang ſie jetzt plötzlich von ihrem Sitze auf, und rief freudig aus:„Da, ſieh nur, Papa! Nicht wahr, das gleicht dem kleinen Abbé Raynal auf ein Haar! Du hätteſt ihn erkannt, auch wenn ich Dir nicht geſagt, wen es vorſtellen ſollte?“
Freundlich wandte ſich Necker nach dem kleinen Mäd⸗ chen um, alle Schärfe und Härte verſchwand aus ſeinen Zügen, während er die Papierfigur in ſeine Hand nahm und treuherzig ſagte:„In der That! liebe Germaine, das iſt ja ein allerliebſtes Perſönchen, und gleicht es unſerm Freunde auch nicht, ſo gleicht es doch der ganzen ſaubern Sippſchaft, die ſchlimmer noch iſt, als er. Ich wünſchte nur, wir hielten dieſe Herren ſo feſt in unſerer Hand, wie ich jetzt dies papierne Abbild halte.“
Madame Necker war aufmerkſam geworden. Sie hatte ſich aufgerichtet, ſo daß ihr Haarputz, der thurmartig aufgebaut mit Federn und Schleifen geſchmückt war, jetzt über die Lehne des Stuhles hervorragte. Mit mahnender Stimme und vorwurfsvollem Tone rief ſie:„Germaine! Was erlaubſt Du Dir? Wie konnteſt Du die intereſſante Unterhaltung der Männer durch dieſe Spielerei ſtören!“
„Laß ſie!“ ſagte Herr Necker entſchuldigend.„Sie


