Teil eines Werkes 
1. Bd. (1859)
Entstehung
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Ihre Vorſicht ließ ein raſches Wort nie zu.

Ein kleines Töchterchen war ihnen nach dem erſten Jahre geboren. Zagend blickte die junge Frau auf ihren Gatten, ob ihm mit einem Mädchen gedient ſei. Gott hat ſie uns gegeben, ſagte er, und drückte das kleine Weſen mit dankbarer Miene an ſein Herz.

Es ſollte ihr einziges Kind bleiben.

Gehegt, gepflegt, geliebt, wuchs die Kleine kräftig und geſund empor, ein Spielzeug des Vaters, nach des Tages ernſten Mühen. Immer größer wurden ſeine Zahlen, immer ſchwieriger ſeine Rechnungen, und in eben dem Maße erfreute ihn dann, wenn er ſeine Bücher geſchloſſen, das unſchuldige Geplauder ſeines Kindes.

Nicht nur das eigene Vermögen, das zu Millionen angewachſen war, überrechnete er noch; die größeren Capitalien forderten auch einen größeren Maßſtab für deren ſichere Verwerthung und die Politik gewann eine Stimme in ſeinen finanziellen Operationen. Als Ludwig XV. ſtarb, hing das Wohl Frankreichs ſchon mittelbar mit ſeinem eigenen Wohle zuſammen, und indem Necker jetzt bei der Thronbeſteigung des neuen Regenten alle Verhältniſſe noch einmal überblickte, alle Zahlen noch einmal aufſummirte, war ſein perſönliches Intereſſe bei dieſer Aufgabe wach, und das Schickſal Frankreichs mittel⸗ bar mit ſeinem eigenen verwebt.