cht and en
und hatte hier in dem Geſchäfte des Banquiers Phéluſſon eine Anſtellung gefunden, zu der ſich ſpäter noch das Amt eines Repräſentanten ſeines Vaterlandes geſellte, ein weder bedeutender noch einträglicher Poſten.
Der junge Necker hatte indeſſen ſchon anderweitig für ſich zu ſorgen gewußt. Er war ein vortrefflicher Rechen⸗ meiſter und die Zeitumſtände begünſtigten ſeine Specu⸗ lationen. Sein Wohlſtand wuchs und bald war er in der Lage, einer ſchönen jungen Landsmännin, Mademviſelle Curchot, ſeine Hand bieten und ſie als Gattin in ſein Haus führen zu können.
Dieſe junge Dame war die Tochter eines Schweizer Pfarrers, eines ſtrengen Calviniſten und beſaß als ganzes Vermögen nur die ihr von ihrem Vater ſelbſt ertheilte vortreffliche Erziehung. Sie hatte Kenntniſſe und eine wiſſenſchaftliche Bildung, wie ſie ſelten Frauen erwerben. Wie ein Knabe erzogen, war ſie fähig dem Ernſte des Lebens zu begegnen, welcher ſie aufrief, für ihren eigenen Unterhalt Sorge zu tragen.
Sie ſtand einige Zeit lang einer kleinen Schule in ihrem Vaterlande vor; dann fand ſich die Gelegenheit, als Geſellſchaftsdame zu einer reichen Frau in Paris zu gehen, und hier lernte ſie den jungen Necker kennen und lieben. Mit tauſend Freuden zog ſie daher als glückliche Frau in ſein Haus ein.


