Achtung und Freundſchaft machte. Wie, wenn er deſſen gute Meinung von ihr mit einem Schlage zerſtörte!
Geſagt, gethan!
Er eilte zu dem preußiſchen Geſandten, Herrn von Alvensleben, und theilte ihm ſein Geheimniß mit, hin⸗ zufügend, daß er ihn bitte, den König von Preußen davon in Kenntniß zu ſetzen und ihm, der nun Dresden verlaſſen müſſe, in Berlin eine Anſtellung zu ver⸗ ſchaffen.
Braucht man zu ſagen, welcher Empfang ihm auch hier zu Theil ward?
Friedrich II. liebte keine Spione; wer einen Herrn verriethe, würde auch dem andern keine treuen Dienſte leiſten, hieß es als Antwort zurück.
Wuthſchäumend nahm er auch dieſe Entgegnung hin.
Wohin jetzt noch mit ſeinem Verrathe und ſeiner Rache?
Gut denn! Wollte man ſein Geheimniß nicht kau⸗ fen, ſo ſollte die ganze Welt es wenigſtens kennen; er beſaß noch der Briefe und Papiere viele, welche die Chur⸗ fürſtin compromittirten, er konnte aufweiſen, welche goldenen Verſprechungen ſie ihm geleiſtet; ja ſogar Aeuße⸗ rungen von ihr waren in den Briefen enthalten, die einer Deutung unterworfen werden konnten, als ob ſie an
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