Teil eines Werkes 
3. Bd. (1860)
Entstehung
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Er war es, der ſie verleitet hatte, Oeſterreich ihre Erb⸗ ſchaftsrechte anzubieten. Wie liſtig er ſie dazu überredet, das gewahrte ſie erſt jetzt, wo die Folgen dieſes Schrit⸗ tes klar vor ihr ſtanden. Trug ihre Handlungsweiſe nicht den Schein eines Verrathes an ihrer Familie und an ihrem Lande? Durfte ſie Rechte, die ſie ihren Kindern vererben konnte, an eine fremde Macht veräußern wollen?

Sie begriff ihre eigene Blindheit nicht. Sie, die ſonſt ſo hellſehende Frau, hatte ſich hier gänzlich ver⸗ blenden laſſen. Agdolo hatte große Summen bezogen, mit denen er ihr Intereſſe zu fördern verſprochen; was war aus dieſem Gelde geworden? Sie hatte ihm, wenn das Geſchäft gelinge, noch bedeutenderen Gewinn zu⸗ geſagt, und wußte wohl, daß er ſchon im Voraus auf dieſe Unterſtützung rechnete. Wie nun, wenn ſie ihm mit⸗ theilte, daß ſie die Sache nach einer andern Seite hin und ohne ſeine Hilfe abgemacht?

Rathlos blickte ſie umher. Wie ein irrer Geiſt wan⸗ derte ſie die Nächte durch in ihrem Zimmer auf und ab. Sie kannte des Italieners feuriges Temperament, ſie hatte oft das unheimliche Leuchten ſeines dunklen Auges geſehen, und fürchtete deſſen Blitz, ſo wie er erfuhr, daß ſie in dieſer Angelegenheit ohne ſeinen Rath ſo wichtige Schritte gethan.