Teil eines Werkes 
3. Bd. (1860)
Entstehung
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Anſprüche. Dieſe geltend zu machen oder zu verkaufen, bot ihr eine Ausſicht, um ihre Angelegenheiten zu ordnen. Sie ſchrieb deshalb an den Wiener Hof und machte ihm Anerbietungen. Man ſollte ihre Diamanten einlöſen und ihr außerdem eine Summe zahlen, um ihre Schulden da⸗ mit zu decken.

Sie wünſchte für den zweiten Prinzen ihres Hau⸗ ſes, ihren Liebling Karl, eine Secundogenitur zu grün⸗ den, um die Apanage der jüngeren Kinder feſtzuſtellen.

Ihre Ungeduld konnte jedoch nicht warten. Während ihre Briefe nach Wien gingen, und von dort die Ant⸗ worten einliefen, ohne daß man gegenſeitig noch zu ei⸗ nem Verſtändniſſe gekommen war, ſchrieb ſie zugleich nach Dresden und theilte dem Churfürſten ihre Abſichten in Bezug auf die Veräußerung ihrer Anſprüche auf Baiern mit; doch überging ſie vorſichtig ihre deshalb ſchon mit Oeſterreich angeknüpften Unterhandlungen. Sie glaubte vielleicht nicht, daß ihr Sohn darauf eingehen würde, die Rechte ſeiner Mutter ihr abzuhandeln; denn ſie wandte ſich zu gleicher Zeit an den Grafen von Sacken und an ſeinen Jugendfreund Marcolini, und bat ſie, ein gutes Wort für ſie einzulegen. Beide fanden dazu kaum die Gelegenheit, denn Friedrich Auguſt erhob nur wenig Schwierigkeit, auf die Wünſche ſeiner Mutter einzugehen, in einem einzigen Punkte ausgenommen, der die Bevor⸗