Teil eines Werkes 
3. Bd. (1860)
Entstehung
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hörte von den Dienern, daß ihr Schwager krank ſei und nicht geſtört ſein wolle, ließ ſich aber demungeachtet in den Salon führen, von wo aus ſie unbemerkt in die große Gallerie trat.

Hier war von dem Vorgange keine Spur mehr zu ſehen. Alles ſtand ſchon wieder in gewohnter Ordnung, durch die großen Bogenfenſter ſchien die Sonne hell in das Gemach und erleuchtete es nach ſeiner ganzen Länge. Maria Antonia blickte aufmerkſam umher. Auch in dem Cabinette, wo Schröpfer und ſeine Gefährten ſich aufgehalten, ſah ſie nach. Doch auch von deren Anweſen⸗ heit zeugte nichts mehr, und Alles, was an den Vorgang erinnerte, beſtand in kleinen Flecken auf dem gefirnißten Fußboden, wo der Glanz wie durch ein unſchädliches Feuer weggefreſſen ſchien.

Nachdenklich kehrte ſie in ihre Wohnung zurück und ließ Schröpfer zu ſich entbieten. Mit dem Goldmachen war es ihr nicht gelungen vielleicht aber nur, weil ſie nicht den rechten Meiſter gefunden. Der Graf Saint Germain war ſeit kurzem in Hamburg eingetroffen, und nach Berichten von dort konnte man an ſeiner tauſend⸗ jährigen Exiſtenz nicht zweifeln; beſaß er aber das Elirir zu einem ewigen Leben hienieden, ſo konnten Andere auch dies Geheimniß finden, und immer lohnte es der Mühe, mit einem Profeſſor ſolcher geheimen Wiſſenſchaften