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Reiſen ihre Schuldenlaſt gehäuft und ihr immer neue Verlegenheiten ſchufen.
Gold brauchte ſie, und Gold brauchte Schröpfer. So konnte er ihr ſeine Dienſte nicht widmen. Den Glau⸗ ben aber an ſeine Kunſt ließ er ihr zurück, und reiſte, nachdem er ſie von ſeiner Allwiſſenheit überzeugt, nach Leipzig ab, wo er im Roſenthale durch einen Piſtolen⸗ ſchuß ſein Leben endete.
Aus dieſer That erkannte man den Faden, aus dem er ſein Leben ſpann: er hieß Betrug!
Falſche Wechſel und Schulden— dahin führten ſie ihn. So theilt ſich die Welt in Betrüger und Betrogene, doch bleibt den letzteren zum Glück doch das letzte Wort.
Sein Tod erregte Aufſehen. Auch Maria Antonia
war tief davon erſchüttert. Schaudernd blickte ſie auf
das Ende einer Lebensbahn, das mit einer ſolchen Klei⸗ nigkeit begonnen, wie es das Borgen einer Summe iſt, für deren Wiederzahlung man nicht einſtehen kann.
„Il n'y a le premier pas, qui coüte,“ fagte ſie in Sinnen verloren; aber ihren Betrachtungen ſchloß ſich ein anderer Satz an: Si ta as fait deux pas en avant, ne fais jamais un en arrière.
Der Garten des Grafen Brühl auf der Elbterraſſe, bis dahin noch in dem zerſtörten, wüſten Zuſtande, wie ihn der Krieg gelaſſen, wurde jetzt, auf Veranlaſſung des


