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blätter aus der Hand, es war, als wolle man die Probe für beendigt halten, bevor man noch damit begonnen. Feierliche Stille herrſchte. Niemand fand mehr das ge⸗ eignete Wort, um eine Unterhaltung anzuknüpfen. Jede neue Minute ſteigerte dieſen Zuſtand unruhiger Er⸗ wartung. Niemand ſprach, eine Art ängſtlicher Stille herrſchte. Bei jedem, auch dem kleinſten Geräuſche wand⸗ ten ſich Aller Augen der Thüre zu.
Da endlich flogen beide Flügel weit auf, und herein trat geiſterbleich der Hofmarſchall, ſchritt auf Haſſe zu und ihm die Hand drückend, flüſterte er ihm einige Worte in das Ohr, vor denen dieſer zuſammenzuckte, als habe ihn ein Blitzſtrahl getroffen.„Todt alſo,“ ſprach es in ihm,„todt!“ Der Mann, dem er ſo treu gedient, der ihn ſo tief gekränkt, daß er ihn hätte haſſen, ja ihn mor⸗ den können, der war nun ſchon nicht mehr!— Doch, mit dem Tode kehrt auch Verſöhnung in das Herz zurück; noch einmal fühlen wir ein altes Weh, dann wird es in uns ruhig.
Tief bewegt wandte Haſſe ſich zu ſeiner Gattin, als der erſten, welcher er die Neuigkeit mittheilen wollte. Da durchfuhr ihn der Gedanke, ob ſie auch Faſſung zu zeigen vermöge, ob ſie nicht öffentlich hier den Eindruck ver⸗ rathe, welchen das plötzliche Ende dieſes Königs ihr ver⸗ urſachen mußte. Und ſich beſonnen gegen ſeine Capelle


