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der König, ſein Herr, in allen Kirchen für die Geneſung ſeines Lieblings beten ließ.
Doch die Sorge iſt ein nur langſames Gift. Athemlos erwartete die Stadt das Erſtehen des mäch⸗ tigen Miniſters und fand leider! daß er erſtand. Die Schaar von Dienern, welche jeden Morgen ſein Palais umgaben, um die beſorgte Nachfrage ihrer Herrſchaft auszuſprechen, brachten endlich das große Wort„gene⸗ ſen“ heim, und— wer hätte da nicht Freude äußern müſſen! Die Proben zu der Oper Leucippo wurden nun ſogleich wieder angeſagt, und der Hof richtete ſich auf Feſtlichkeiten ein, um den Geburtstag des Königs, den er ſo lange Jahre hindurch nicht hier zugebracht, einmal wieder recht feierlich zu begehen.
Doch— die Wolke ſollte ſich entladen.
Eine neue Oper! Welch' ein langentbehrtes Glück für den Kunſt und Pracht liebenden Fürſten. In War⸗ ſchau gab es keine Capelle, keinen Haſſe, keine Caſtraten und keine Fauſtine. In Warſchau ſchlummerte die Kunſt. Welch' ein Genuß nun, nach ſo langer Entbehrung, das Ohr mit Tönen zu ergötzen, deren Schwingungen das Vollendete erreichten. In ſeinen eigenen Gemächern gebot König Auguſt den Sängern zu ſtudiren, damit ihm nichts verloren gehe und er in dem Wachſen zur Vollen⸗ dung die ganze Schönheit der Compoſition entdecke.
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