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nen Nächten den Schlaf entzogen. Eine neue Oper in Scene zu ſetzen, koſtete große Summen, die tauſend andern Luſtbarkeiten koſteten nicht minder, und woher dies Geld beziehen, wenn er es nicht aus den Kaſſen ent⸗ nehmen ſollte, die zu leeren er kein Recht beſaß?
Sonſt freilich war eine ſolche Frage nie von ihm aufgeworfen worden; denn er regierte, wie ein abſoluter König mit einem„et tel est mon plaisir“; jetzt aber hatte des Churprinzen ernſtes Wort ihn ſtutzig gemacht. König Auguſt konnte ja nicht ewig leben— und dann? und dann!
Mit einer Frau als Regentin wäre er leicht fertig geworden, ein artiges Wort wetzt da gar vieles aus, und findet um ſo ſicherer eine Stätte, wenn es im Hinter⸗ grunde die Erinnerung geleiſteter Dienſte und damit noch ungelöſter Verbindlichkeiten zeigt.
Aber ein Mann— ein Mann, der ſich als Mann auch zeigt!
Er hatte dem Churprinzen ſtets ferne geſtanden, hatte ihm nie einen Dienſt zu erweiſen Gelegenheit ge⸗ funden, hier konnte alſo von keiner Schonung, keiner Rückſicht die Rede ſein, und der rechtliche Charakter dieſes Fürſten war bekannt.
Kein Wunder alſo, daß Graf Brühl über dieſen Betrachtungen erkrankte und ernſtlich erkrankte, ſo daß


