Teil eines Werkes 
3. Bd. (1860)
Entstehung
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den und Vorzüge zu Ihnen ſprechen? Können Sie blind ſein gegen ſein Verdienſt?

Eben weil ich es nicht bin, macht er mich böſe auf ſich. Und was den Neid betrifft, Antonia, ſo weiß ich Jemand, der vor einigen Augenblicken dieſer häßlichen Empfindung ebenfalls Raum gab.

Unſinn! rief die Prinzeſſin verletzt.

Ja, Unſinn, wenn ich Recht habe. So geht es immer. Aber, bin ich auch nicht ſo klug, wie Sie ſind, Frau Schwägerin, ſo ſehe ich doch auch manchmal etwas.

Brechen wir davon ab! erwiderte die Prinzeſſin erregt, und nahm ihren Fächer, um ſich zu kühlen, vielleicht auch um ihr geröthetes Angeſicht zugleich dahinter zu verſtecken.

In dem Augenblick nahte ſich ihr Oberhofmeiſter und meldete ihr, daß ein Bote von Berlin eingetroffen, der ſie im Auftrag ſeines Königs zu ſprechen verlange.

Vom Könige von Preußen! rief ſie überraſcht und erhob ſich.Wo iſt er? fragte ſie in freudiger Ungeduld.

Im Palais! hieß es.

So bitte ich um meinen Wagen!

Dieſe Unterbrechung des Feſtes erregte allgemeines Aufſehen. Man flüſterte, man fragte, man vermuthete