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und errieth, und ſah ſich endlich dennoch einem unauf⸗ lösbaren Räthſel gegenüber. Ein Bote vom Könige von Preußen! hallte es von Ohr zu Ohr, und kam auch end⸗ lich bis zu Graf von Brühl, der mitten in dem angefan⸗ genen Satze einer Rede ſtecken blieb und, was der feine Hofmann wohl ſchwerlich je gethan, ſich raſch von König Auguſt abwandte, ausrufend:„Womit? An wen?“
Dieſen haſtig ausgeſtoßenen Worten folgte als halbe Antwort der eben abfahrende Wagen der Chur⸗ prinzeſſin. Alſo an ſie? ſagte er ſich heimlich und wandte ſich nun mit ſchwerem Herzen dem ihm entfallenen Faden ſeiner Rede wieder zu.
Maria Antonia hatte indeſſen die Stadt erreicht, und eilte die Botſchaft ihres königlichen Freundes zu entziffern. Er ſchrieb ihr:
„Madame ma soeur.
„Man öffnet meine Briefe in Sachſen; darum ſende ich dieſen getreuen Boten, den ich, um jedem Ver⸗ dachte zu entgehen, mit Früchten aus meinem Garten beladen. Haben Sie die Güte zu ſagen, daß Sie mich, als ich das Glück hatte, Sie in Moritzburg zu ſehen, darum gebeten. Hier nun der Zweck dieſer Sendung.
„Die Erbitterung in Petersburg vermehrt ſich durch die Beharrlichkeit Ihres Hofes, den Herzog von Biron nicht anerkennen zu wollen. Ich rathe Ihnen daher die


