Teil eines Werkes 
3. Bd. (1860)
Entstehung
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Eroberungen. Ihr Wohlwollen iſt meiſtens aus Neid gewoben.

Sie haben allerlei ſonderbare Begriffe aus Ihrem Kriegsdienſte mitgebracht, Kaver, und wollen durchaus den lockern Ton vom Hofe zu Verſailles nachahmen. Das kleidet Ihnen aber ſchlecht. Sie müſſen bedenken, daß wir deutſche Fürſten ſind, wenn wir gleich franzöſiſch reden, und daß wir Frankreich bewundern können, ohne ſeine Sitten nachahmen zu wollen. Friedrich von Preu⸗ ßen iſt uns darin mit glorreichem Beiſpiele vorangegan⸗ gen, und wir ſollten uns bemühen in ſeine Fußſtapfen zu treten.

Ich bitte Sie, nennen Sie mir den nur nicht; er iſt mir unerträglich, dieſer kalte Pedant, dieſer Flöten⸗ bläſer, dieſer gelehrte Verſemacher!

Ich bitte Sie, Kaver! rief die Churprinzeſſin entrüſtet und ſah ſich ſcheu um.Ich begreife Sie nicht! Noch nie ſind Sie ſo ausfällig geworden.

Weil mir es unerträglich wird, ewig nur ſein Lob von Ihnen zu hören, während wir Alle Urſache haben, einen Mann zu haſſen, der uns ſo tief in den Schatten ſtellt.

Neid alſo iſt es, was aus Ihnen ſpricht! rief die Churprinzeſſin.Aber, Taver, können Sie einer ſo kleinen Leidenſchaft Gehör geben, wenn ſo große Tugen⸗