Teil eines Werkes 
3. Bd. (1860)
Entstehung
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²) Fürſtenau.

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zu ſehen wünſchte. Brühl ermunterte ſie dabei und be⸗ gleitete den König in die Proben, Beide froh, daß ſie einen ſo harmloſen Zeitvertreib gefunden.

Die Etikette jener Zeit geſtattete es nicht, das Pu⸗ blikum zum Zuſchauen einzuladen, nur im engſten Hof⸗ kreiſe durfte die Aufführung ſtatt finden*), der Maria Antonia mit der geſpannteſten Erwartung entgegen ſah. Der Schlaf floh ihre Nächte, je näher die Stunde heran⸗ rückte. Die ganze Angſt und Sorge des Künſtlers, der das Publikum zu ſeinem Richter aufruft, bewegte ihre Seele. Sie durfte nicht Gnade rufen, und dennoch hätte die Angſt vor der Verurtheilung dies demüthigende Wort ihrer Lippe entreißen können.

Die Räume füllten ſich, das Haus war erleuchtet, das Orcheſter ſtimmte die Geigen, und bald ſollte ſich der Vorhang heben. Die Stadt wußte, daß man eine von der Churprinzeſſin gedichtete und componirte Oper gab, und morgen mußte es Deutſchland und übermorgen Eu⸗ ropa wiſſen. Welch' eine Gefahr für eine Frau in ihrer Stellung! Nur Privatperſonen können ſich ſelbſt an eine Sache ſetzen und Alles wagen, Alles hoffen.

Wenn das Glück in dem Höhepunkte aller unſerer Empfindungen beſteht, ſo genoß ſie es heute. Wie be⸗