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Graf Nettolinski vertheidigte ſich mit der ihm zur Be⸗ ſtreitung ihrer Bedürfniſſe überwieſenen Summe, und erbot ſich dieſe netto auszuzahlen und ihr ſelbſt die Ver⸗ wendung zu überlaſſen; aber freilich fand es ſich dann, daß damit nicht auszureichen war, ſelbſt wenn man ſich noch ſo einfach behalf.
Dieſe Verhandlungen mußten für die Churprinzeſſin höchſt peinlich ſein, und bitterer Unmuth füllte ihr Herz, wenn ſie, die Enkelin des ſtolzen Kaiſers Joſef I., jetzt bei der Tochter ſeines jüngeren Bruders wie eine Bettelnde erſcheinen und mit ihr um die Nahrung für ihre Kinder rechten ſollte, nachdem ſie ſie um Thron und Land ge⸗ bracht.
Verſtimmt hatte ſie an der Abendtafel Platz genom⸗ men, ohne von den aufgetragenen Speiſen zu genießen. Ihr Ehrgeiz litt bei dem Demüthigenden ihre Lage und innerlich ſann ſie, ob denn keine Abhülfe ſei; aber freilich, ohne ein Mittel zu finden.
Die Schickſale der Welt ändert der Einzelne nicht, ſo fein auch die Fäden ſind, welche ſie geſponnen, und ſo oft auch eine einzige Hand ſie zuerſt gewoben!
Ohne einen Brühl und den von ihm geübten Ver⸗ rath an ſeinem Lande ſäße ſie jetzt nicht an dieſer Tafel und äße das Brod der Gnade. Solche und ähnliche Ge⸗ danken durchzogen ihren Sinn und umwölkten ihre Stirne,


