laß uns Baiern wählen. Dein Bruder hat ja wiederholt darum gebeten,“ warf der Churprinz ein.
„Wie gerne ich zu ihm ginge, ſagen keine Worte,“ erwiderte ſie ernſt.„Aber die Entfernung! Von dort aus iſt es unmöglich unſere Intereſſen hier zu wahren und eine Stimme abzugeben bei der Verwaltung der Finanzen.“
„Die werden jetzt nicht groß ſein,“ erwiderte trau⸗ rig der Prinz.
„Das weiß der Himmel! Auch iſt es ein Grund mehr, warum ich ſo ungerne nach Prag gehe. Mit lee⸗ rem Beutel ankommen, auf die Gnade der ſtolzen Kai⸗ ſerin für unſern Unterhalt angewieſen ſein— das iſt ſchrecklich!“
„So wähle doch München!“
„Die weite Reiſe, inmitten feindlicher Armeen, die großen Koſten!— Mit ſechs Kindern iſt es nicht leicht ein Unterkommen zu finden, man muß ſich dann ſchon theilen; denn nicht einmal Pferde ſind ja vor⸗ räthig, um das Gepäck fortzubringen, viel weniger noch uns ſelbſt. Das Alles ſind Bedenken! Und in Mün⸗ chen— erſcheinen wir ja auch als flüchtige Fürſten, mit leeren Kaſſen. Dieſe Lage iſt auch dort nicht angenehm.“
Der Churprinz ſchwieg. Es ließ ſich nichts dagegen einwenden, ſo wenig wie er etwas an der Lage der
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