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aber ihre Kinder?— Ein Mutterherz kennt keine Bedenk⸗ lichkeit, ſobald dieſe gefährdet ſind.
Friedrich von Preußen rückte jetzt heran, um in Sachſen ſeine Winterquartiere zu nehmen. Dennoch immer war es der Mehlſack für ihn und ſeine Armee. Mit Schrecken vernahmen die Bewohner Dresdens dieſe Kunde. Von neuem ſollte ſich nun der Krieg um ihre Mauern zuſammenziehen, von neuem um ein Terrain gefochten werden, das ſchließlich weder dem Freunde noch dem Feinde gehörte, und darum von keinem geſchont und berückſichtigt werden konnte. Viel beſſer noch offene Fehde, viel beſſer noch den letzten Tropfen Blutes für die Vertheidigung des eigenen Herdes hingeben, als dieſer Gut, Blut und Leben ſaugenden Neutralität anheim fallen.
Die Stunde war nun gekommen, wo die ſächſiſchen Fürſten ihren Unterthanen weder Schutz verleihen, noch Schutz von ihnen empfangen konnten. Ernſten Blickes überdachte Maria Antonia ihre Lage.
„Es hilft nicht länger, ich muß die Einladung meiner Couſine annehmen,“ ſagte ſie ſeufzend.„Ich muß das Land verlaſſen, in welchem meine Söhne herrſchen ſollen, ohne die Gewißheit, ob wir es wiederſehen. Wir müſſen abreiſen.“
„Wenn Du ſo ungerne nach Oeſterreich gehſt, ſo


