Teil eines Werkes 
2. Bd. (1860)
Entstehung
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kunft lagen in einem Frieden begründet und in ſeinen Segnungen.

Indem man ſich eine ſolche Möglichkeit ausmalte, fragte Maria Antonia wohl oft: womit wird dann Sachſen entſchädigt werden, das ſo viel gelitten? Doch fragte ſie vergebens. Niemand konnte dieſe Frage jetzt noch beantworten und auch Maria Thereſia beantwortete ſie ihr nicht. Die ſtolze Kaiſerin ſchrieb an die Churprin⸗ zeſſin von Sachſen und nicht an die nahe Verwandte ihres Hauſes, der ſie perſönliche Theilnahme ſchuldete.

Als ſie am Abend in die Stadt zurückkehrte, die Straßen ſo öde da lagen, die Bürger mit gebeugtem Haupte an ihr vorüberſchlichen, und Alles ſo traurig, ſtille und verwaiſt ausſah da tauchten Erinnerungen in ihr auf, die ihr Herz ſchmerzlich beklemmten. Sie ſah in ihren Gedanken das große Opernhaus erleuchtet, ſie ſah den prächtigen Hofſtaat Auguſt's III., ſie ſah die Paläſte ſeiner Großen, und vor allem ſeines mächtigen Miniſters luculliſche Feſte, und ſchloß ihr Auge davor mit einem:Ach! Es waren doch ſchöne Zeiten! Und dennoch genügten ſie ihrem Ehrgeize damals nicht!