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lange ihren Schmuck nicht angelegt, und wie viel Ver⸗ gnügen gewährte ihr jetzt das lang Entbehrte, mit wie leichtem Herzen ging ſie einem Mahle entgegen, bei dem ſie wieder in der ihr gebührenden Stellung einer regie⸗ renden Fürſtin dieſes Landes erſcheinen konnte.
Sie verlebte einen heitern Tag. Der Prinz, die Offiziere würzten das Mahl mit Anecdoten aus ihrem Feldlager; ſie hatten ihr ſo manches mitzutheilen, das 6 ihr in ihrer Abgeſchiedenheit fremd geblieben, und beſon⸗ ders noch ihr ſo manche Züge aus dem Leben Fried⸗ rich's II. mitzutheilen, die ſie lebhaft intereſſirten. War man dem Könige von Preußen auch feindlich geſinnt, ſo war man darum nicht minder ſeines Ruhmes voll, und zollte ſeinem Character und ſeinem Talente als Feldherr die höchſte Bewunderung. Ihn zu beſiegen war eine Kunſt, die den Ehrgeiz ſtachelte. 3
Die geiſtvolle, muntere Frau fühlte ſich einmal wieder in ihrem Elemente, indem ſie der Mittelpunkt der Geſellſchaft wurde und durch ihre Unterhaltung Alle für ſich einnahm. Wie man ſonſt nur von den ſchönen Künſten zu ſprechen gepflegt, ſo redete man jetzt nur von Schlachten. Wie man ſonſt einen Haſſe, eine Fauſtine zu ſehen begehrt, ſo wünſchte man jetzt einen Helden die⸗ ſes Krieges zu erblicken, und alle Hoffnungen der Zu⸗
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