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Das Gefühl ſeiner Ohnmacht kann momentan ein bitteres in dem Menſchen werden, wenn er Zeuge iſt, wie das Unrecht ſiegt auf Erden und die böſe Saat wuchert.
Immer mehr ſchmolz Dresden zuſammen, auch jen⸗ ſeits der Elbe gab es jetzt rauchende Trümmer und Aſchenhaufen, von heulenden Weibern und Kindern um⸗ ſtanden.
ZJetzt begehrte der öſterreichiſche Feldherr eine Unter⸗ redung mit Schmettau, ohne ihn jedoch milder ſtimmen zu können. Er hatte den Churprinzen mit ſeiner Familie in ſeiner Mitte, er konnte das Schloß anzünden, und er drohte dies zu thun, ſobald man ihn von dieſer Seite her angreife. Das wirkte. Zu dieſem Aeußerſten durfte man ihn nicht reizen.
Während ſiebenundzwanzig Tagen blieb die Stadt in dieſer Lage, bedroht, vertheidigt, kaum wiſſend, in welchen Händen ſie ſich befinde.— Maria Antonia ver⸗ hielt ſich dabei ganz ruhig. Sie hatte nie zuvor durch Verrath oder Kundſchaften den Zorn der Preußen hervor⸗ gerufen, noch Intriguen gegen ſie geſponnen, wie die Königin es mit der Gräfin Brühl gemeinſchaftlich ge⸗ than; ſie vermied es alſo auch jetzt wie eine Betheiligte aufzutreten, und erwartete reſignirt den Ausgang der Dinge.


