Teil eines Werkes 
2. Bd. (1860)
Entstehung
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Schloſſe ganz nahe umkreiſen. Die Gemäldegallerie war zum Glück ſchon auf dem Königſtein, alle übrigen Kunſt⸗ ſchätze auf das ſorgfältigſte verwahrt. Maria Antonia hatte dafür Sorge getragen; das eigene Leben und das ihrer Kinder konnte ſie dagegen nur dem Schutze Gottes vertrauen.

Der kaiſerliche General Quasco drohte die Stadt mit achtzehn Batterien zu beſchießen; Schmettau ver⸗ ſprach ihm mit hundert Kanonen darauf zu antworten. Während er dieſe kühne Sprache führte, wurde er erſt von der verlorenen Schlacht ſeines Königs unterrichtet. Das veränderte allerdings die Lage der Sache. Schmet⸗ tau überblickte ſeine geringe Beſatzung und die Unmög⸗ lichkeit der Hülfe. Dieſen Moment benutzten die Oeſter⸗ reicher, um ihm eine Capitulation anzubieten.

Athemlos erwartete die Stadt ſeinen Entſchluß. Er fiel verneinend aus. Jetzt ſchritt man zu Drohungen. Schmettau verlachte ſie und zündete dafür die noch blei⸗ benden Vorſtädte an.

Wieder ſtiegen die Flammen zum Himmel empor, wieder ſah eine troſtloſe Menſchenmenge dieſer Verhee⸗ rung zu, und das junge Fürſtenpaar war von ſeinem Schloſſe aus Zuſchauer dieſer Gräuelſcene und konnte wiederum nicht helfen.— Gott ließ es zu, ſo mußten auch ſie es zulaſſen.

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