Teil eines Werkes 
2. Bd. (1860)
Entstehung
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gefunden haben. Zetzt freilich war das Uebel geſchehen und nicht ſo leicht wieder gut gemacht.

Maria Antonia entwarf den Plan zu einem neuen Feldzuge, ſie faßte eine politiſche Broſchüre ab, ſie ſuchte fortwährend nach Mitteln, der demüthigenden Lage zu entgehen; aber ihr fehlte die Hauptſache dazu; ſie hätte ein Mann ſein müſſen und eine Armee unter ihrem Befehle haben, um auftreten zu könnrn, wie ihr Stolz es begehrte. Sachſen konnte jetzt nichts leiſten, konnte weder Geld noch Soldaten liefern, und ohne Beides ſchreibt man einem Feinde keine Geſetze vor.

Die Schlacht bei Kunersdorf war geſchlagen. Die Oeſterreicher, welche ſtets die Wiedereroberung Dresdens im Auge hatten, glaubten dieſen Moment benutzen zu können, um mit den Reichstruppen vereinigt einen An⸗ griff zu wagen in Abweſenheit des Königs von Preußen. Sie ließen das Geſchütz von Prag kommen, und der Gouverneur der Stadt, General Schmettau, rüſtete ſich nun zur Gegenwehr. Er verließ deshalb die Neuſtadt, welche von der Altſtadt durch die Elbe getrennt iſt, und ſchloß ſich in dieſe letztere ein.

In geſpannter Erwartung ſah das churfürſtliche

Paar dieſer Wendung der Dinge entgegen. Beneidens⸗ werth war dieſe Lage nicht. Die feindlichen, oder viel⸗ mehr die befreundeten Kugeln konnten ſie in ihrem

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