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ſeine Anerkennung fand, unbeſchadet ſeiner großen Liebe für ſie. In einzelnen Momenten, wenn ſie ſich über⸗ legte, was ſie erreicht, ſo ſchwoll ihr Herz von ſtolzer Freude. Dann aber wieder fühlte ſie die Mühen ihres Amtes, ſehnte ſich zurück nach ihrem heitern Jugend⸗ leben, nach Sang und Tanz und Spiel und dem Cul⸗ tus der ſchönen Künſte, wo ſie ſich Lob und Beifall erwarb, ohne daß das Wohl und Weh des Volkes dabei ihre Stirne furchte.
Sie ſollte jetzt den Hunger ſtillen, der Noth ab⸗ helfen, dem Elend eine Hoffnungspforte zeigen; wie manche ſchwere Stunde verurſachte ihr das! Trotz der Elaſticität ihres Geiſtes wurde es ihr dann oft ſchwer, nach des Tages Mühen den Abend durch Muſik und heitere Unterhaltung zu würzen, und dennoch erkannte ſie die Nothwendigkeit dieſes Wechſels, um dadurch neue Friſche zum Handeln zu gewinnen.
Auch auf diplomatiſchem Felde wurde ihre Klug⸗ heit jetzt in Anſpruch genommen; ſie führte die Corre⸗ ſpondenz mit der Kaiſerin Maria Thereſia, und ertheilte ihren Rath bei allen Verhandlungen mit fremden Mäch⸗ ten in Bezug auf Krieg und Frieden. Hätte Brühl ihr früher eine ſolche Stimme zugeſtanden, ſo würde man ſich wahrſcheinlich nicht in eine ſo traurige Lage verſetzt 10*
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