Teil eines Werkes 
2. Bd. (1860)
Entstehung
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nur gar zu oft empfinde, beſitze nicht Verwegenheit genug, mich an das Meiſterſtück der Muſen zu wagen. Zudem ſind die ſeltenen Vorzüge der Schutzgöttin ſächſiſcher Muſen der Welt viel zu bekannt, als daß ſie eines andern Zeugniſſes bedürfte, als die unſterblichen eigenen Werke einer Maria Antonia. Ew. Königliche Hoheit werden alſo geſtatten, daß ich die gnädigſte Erlaubniß, welche ich erhalten habe, Dero höchſten Namen dieſem Werke vorzuſetzen, durch ein Unterfangen nicht entweihe, zu wel⸗ chem ein Griffel gehöret, der über die beſten ſeiner Zeit ſo erhaben iſt, als Ew. Königliche Hoheit durch deren vortreffliche Eigenſchaften über die mehrſten Perſonen Dero Standes erhaben ſind.

„Geruhen Sie, Durchlauchtigſte Gnädigſte Frau, mich ferner eines Schutzes und einer Gnade zu würdigen, die alle Geſchicklichkeit erſetzen werden, welche mir fehlet. Mein ganzes Verdienſt werde ich lebenslang in den eifrig⸗ ſten Wünſchen für das höchſte Wohlſein Dero allertheu⸗ erſten Perſon und in der tiefſten, treueſten Verehrung ſuchen, mit welcher ich bis an das Ende meines Lebens verharre Ew. K. H.

unterthänigſte Dienerin Gottſched.“

Mehrere Male durchlas Maria Antonia dies

Schreiben, deſſen Inhalt ſie auf das a beſchäf⸗

1860. X. Maria Antonia. II.