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tigte. Die Wangen von der Erregung geröthet, ſaß ſie ſinnend da, als ihr Gatte eintrat und ſie theilnehmend fragte, was ſie ſo ernſt beſchäftige. Sie ſprang auf und ſchlang beide Arme um ſeinen Nacken.
„Welch' ein Glück iſt es doch berühmt zu ſein!“ rief ſie ſich an ihn ſchmiegend aus.„Ich habe einen ſo ſchönen Brief von der Gottſched bekommen! Ach! Und ich frage mich nun, ob ſein Inhalt auch mir, ob er nicht vielmehr der Churprinzeſſin von Sachſen gälte!“
„Wer wollte ſich mit ſolchen Zweifeln plagen!“ rief ihr Gatte faſt unwillig.„Du kennſt Deinen Geiſt, Deine Talente, warum ſollen denn Andere ſie nicht wür⸗ digen? Es iſt ja weltbekannt, welch' eine begabte Dich⸗ terin und Tonkünſtlerin Du biſt! Orden, Diplome, das Lob ſo Vieler hat Dir das bewieſen, und nun willſt Du zweifeln, wenn eine Frau, wie die Gottſched, Dir noch ihr Schärflein Weihrauch ſtreut?“
„Weil ſie eine Frau und ſelbſt begabt iſt,“ erwiderte Maria Antonia einfallend.
„Und Dir lange nicht das Waſſer reicht, Du Ein⸗ zige Deines Geſchlechtes.“
„Schmeichler!“ rief ſie heiter und hielt ihm die Finger auf den Mund.„Du biſt zu ſehr für mich ein⸗ genommen.“
„Wenn Du mich reden ließeſt, ſo würde ich Dir


