Teil eines Werkes 
2. Bd. (1860)
Entstehung
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Größe des Vergnügens, welches Friedrich von Preußen in ſeiner Geſellſchaft genoß.

Sie ſprach mit ihm von ſeinen literariſchen Arbeiten, von den gelehrten Männern Leipzigs, von Gellert, Gott⸗ ſched, und Allem, was auf geiſtigem Gebiete gefördert ward, und erquickte ſich wahrhaft an dieſem Austauſch. Es war ihr ein ſo ſeltenes Vergnügen aus dem Schatze ihres Geiſtes das Beſte hervorholen zu dürfen, während ſie in ihrem Leben immer mehr auf leichte Rede, auf Phraſen, auf nichtsſagende Scherze angewieſen war, daß ſie ſich ſo erfriſcht und belebt fühlte, wie wenn die Blume ſich des Lichtes erfreut. Wie ſchnell war ihr dieſe Stunde entflohen!—

Und, wie kein Unglück allein kommt, ſo ſcheint auch die Freude gerne ihre Begleiter zu haben; denn noch am ſelbigen Tage lief ein Brief von der Gottſched ein, worin dieſe ihr die Dedication eines Buches antrug, unter Aeußerungen, welche grade von dieſer Frau kom⸗ mend, dem Ohre der Fürſtin doppelt ſchmeichelhaft klan⸗ gen. Sie ſchrieb:

„Ew. Königliche Hoheit erhabenes Lob überlaſſe ich derjenigen Feder, die von der Vorſehung beſtimmt ſein wird, einſt der würdige Herold von deren vortreff⸗ lichen Eigenſchaften und eben dadurch der Ehre ihrer Zeiten zu ſein. Ich, die ich die Unfähigkeit meiner Feder