Teil eines Werkes 
2. Bd. (1860)
Entstehung
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läßt uns ohnehin nächſtens. Auch Fauſtine wird Sie im⸗ mer noch entzücken. Haben Sie nur ein wenig Geduld, und Dresden wird Sie Leipzig vergeſſen machen.“

„Ohne Zweifel, Excellenz— bis auf die Lerchen, die ich nicht werde verſchmerzen können!“

Er ſagte das mit ſo komiſchem Pathos, daß Brühl nicht umhin konnte herzlich aufzulachen, und ihn höchſt gnädig verabſchiedete.

Bald darauf ließ er ihn wieder zu ſich entbieten, um ihn in ſeinem Garten auf der Terraſſe der Churprinzeſſin vorzuſtellen. Maria Antonia hatte ſich wiederum vor⸗ zugsweiſe an den mächtigen Günſtling wegen Erxfüllung ihres Wunſches gewendet, der ihr mit ſeinem gewohnten: „Sie haben nur zu befehlen, vous n'avez qu' à ordon- ner,“ darauf entgegnet.

So hatte ſie denn das Vergnügen dem witzigſten Manne Deutſchlands gegenüber zu ſtehen und ihm ihre ſchöne Hand zum Kuße entgegen zu reichen, die er fuß⸗ fällig an ſeine Lippen drückte.

Die Art, wie er ihr zu antworten wußte, war ihr eu. So ſchlagend, ſo ſcherzhaft, ſo vielſagend waren dieſe Entgegnungen, daß ſie ſich davon auf eine Weiſe electriſirt fühlte, die ſie berauſchte. So ungefähr mußte auch Boltaire reden, dachte ſie, und begriff nun die ganze