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ihren Geiſt und ließ ſie dann mit neuem Vergnügen ihrer Talente pflegen.
Zeitſchriften gab es nicht, ſo wenig wie Journale. Nur ein Anzeiger wurde ſo eben erſt begründet. Er⸗ wachte ſie am Morgen, ſo konnte ihr der Tag nichts Neues bringen.— Ihr Gatte war nicht lebensluſtig, wie ſie ſelbſt. Ihre jungen Schwäger gehörten ihren eigenen Kreiſen an. Oftmals trat ſie an das Fenſter, ſchaute zu den Wolken auf, die raſch am Himmel vorüberzogen, und fragte ſich:„Steht denn dein Leben allein nur ſtill, wo Alles Bewegung iſt?“— Hoffen! Abwarten! Auf den Zufall, auf die Gunſt des Schickſals rechnen, ja!— Damit tröſtete ſie ſich in einzelnen Momenten. Dann aber ſchrie in ihr der Jugend Ungeſtüm, die Jahre, die nicht wiederkehren, wollten nicht ungenützt entfliehen, und einer Fürſtin Lebensziel iſt nicht die Kunſt üben, ſondern ſie beſchützen.


