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rathet, von deſſen glänzendem Hofleben ihr dadurch man⸗ che Kunde zukam. Außerdem lebte dort ein Rouſſeau und ein Voltaire, Namen, die ſie beide verehrte. In Neapel beſaß ſie eine andere Schwägerin, die künftige Königin von Spanien und Beſchützerin ihres allerſeitigen Lieb⸗ lings, des jungen Raphael Mengs. Auch von andern Hö⸗ fen kamen ihr dann und wann Nachrichten zu, mit ihren Verwandten in Baiern unterhielt ſie einen lebhaften Briefwechſel, und nur mit dem ihr faſt eben ſo nahe ſte⸗ henden öſterreichiſchen Kaiſerhauſe, der prächtigen Maria Thereſia und ihrer Familie, verkehrte ſie wenig.
Das politiſche Leben ſchlummerte jetzt äußerlich. Was ſich heimlich hier anſpann, das war ihr nicht be⸗ kannt. Die Fäden dazu waren noch zu fein geſponnen, um einem fremden Auge ſichtbar zu werden; was Oeſter⸗ reich, Rußland, Frankreich im Stillen reifen ließen, ſollte Niemand kennen, als der, vor dem ſie es am meiſten zu verbergen wünſchten, Friedrich von Preußen.
Das ernſte Leben dieſes Beſchützers der Wiſſen⸗ ſchaften in ſeinem Kreiſe gelehrter Männer zog Maria Antonia lebhaft an und wurde ihr ein geheimer Sporn zu immer erneuertem Fleiße. In ihrer nächſten Umgebung fand ſie gar wenig Sinn für eine höhere Cultur des Geiſtes. Ihre jungen Schwäger, der Prinz aver und


