Teil eines Werkes 
2. Bd. (1860)
Entstehung
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fährigkeit des Miniſters, ihre kleinen Wünſche verbindlich zu unterſtützen. Was ſie für ſich und ihre eigene Perſon begehrte, das bedurfte nur eines Wortes, und es war ihr gewährt. Gunſtbezeigungen aber, die weiter gingen, Beförderungen, Protection, Einfluß, damit durfte ſie ſich nicht hervorwagen, das hieß ſich in Dinge miſchen, denen ſie fern bleiben ſollte, das hieß auf's Neue gefähr⸗ lich werden.

Das Oratorium la conversione di S. Agostino war beendigt, Haſſe hatte es in Muſik geſetzt, und Maria Antonia wünſchte es noch vor der Abreiſe des Hofes im Laufe des Winters zur Aufführung zu bringen; doch die Abweſenheit des Sängers Amorevoli verhinderte die⸗ ſes Vorhaben, oder vielmehr ſchob die Ausführung bis zum Oſterfeſte hinaus, wo die königliche Familie bereits wieder in Warſchau angelangt war. So fehlten denn die Hauptperſonen, an deren Lob ihr gelegen war. Dafür ward es ihr von anderer Seite deſto reichlicher geſpendet.

Graf Brühl hatte diesmal bei der Abreiſe des Königs dem Churprinzen einen geringen Einfluß auf die öffentlichen Angelegenheiten während der Zeit ſeiner Abweſenheit zugeſtanden. Freilich erſtreckte ſich dieſer nicht weiter, als auf die Vergünſtigung, von Allem unter⸗ richtet zu werden, was im Miniſterrathe vorging; aber auch das verdiente ſchon Anerkennung. Es lag wenigſtens