Teil eines Werkes 
1. Bd. (1860)
Entstehung
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Wie ſo? fragte Maria Antonia zerſtreut, und las immer noch weiter.Nein, denke Dir, es iſt auch

wirklich zu luſtig, daß dem guten Brühl geträumt haben will, ſeine Großmutter gehe bei Nacht in unſerm Palais ſpazieren, und erſchrecke unſere Diener und Wachen, und daß er von mir einen Bericht über ihr Ausſehen fordert, ſo wie, wohin ſie ſich verliere. Nein, das iſt wirklich zu luſtig!

Es wird dem Grafen wohl damit nicht ſo ernſt ſein. Es iſt gewiß nur eine Falle, die er Dir ſtellt.

Wie das? fragte die Prinzeſſin verwundert.

Sieh, was man mir über die Sache ſchreibt, erwiderte der Prinz ernſt und reichte ſeiner Gemahlin den eben geleſenen Brief hin.

Dir! rief Maria Antonia verwundert.Alſo auch Dir? Ihre Augen begegneten ſich, und feſt und tief verſenkte der Churprinz ſeinen Blick in die hellen blauen Sterne ſeiner Gattin, als wolle er ihr bis in die tiefſte Seele ſchauen.

Nein! ſagte er dann plötzlich ſehr beſtimmt und legte ſeine Hand auf ihr Haupt,Du täuſcheſt mich nicht. Was es auch ſei, Dein Herz iſt frei von Schuld.

Um Gott! Prinz! Was iſt vorgefallen? Warum dieſer feierliche Ton? rief Maria Antonia beſtürzt..