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jungen Frau zu gelten ſchien. Hatte ſie ihren Verſtand verloren?
„Was meinſt Du, Antonia?“ fragte er und ſah ſie ſorgenvoll dabei an.
„Ich meine, was ich ſage,“ erwiderte ſie gefaßter, und legte ihr Haupt, wie ermüdet, an ſeine Schulter. „Kaiſer Karl VII. iſt noch auf der Erde; ob nur geiſtig, oder ob auch leiblich, das kann ich nicht behaupten, ge⸗ nug aber— er iſt da.“
„Aber wo denn?“ fragte der Churprinz halb ungeduldig.„Wer hat ihn denn geſehen? Doch nicht Du?“
„Nicht ich!“ ſeufzte Antonia.„Gottlob, nicht ich! Aber wer kann wiſſen, was mir noch bevorſteht? Denn es ſcheint, er ſuche grade mich. Ich war ja ſein Lieb⸗ lingskind, Du weißt es.“
„Wenn er Dich ſuchte, ſo glaube ich, würde er Dich auch zu finden wiſſen,“ ſagte der Churprinz halb lächelnd.„Die Sache muß alſo doch auf einem Irr⸗ thume beruhen.“
„Ich ſage Dir, nein!“ rief die Prinzeſſin heftig und faltete die Stirne.„Ich bin doch kein Kind, das nicht weiß, was es ſpricht.— Mein Vater geht um. Man hat ihn ſchon häufig erblickt, und meine Mutter ſchreibt


