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Sie konnte nicht weiter reden, warf ſich auf einen Stuhl, ſchlug die Hände vor die Augen und brach in lautes Schluchzen aus.
„Aber Antonia!“ ſagte der Prinz begütigend, und wollte die Hände von ihrem Geſichte fortziehen, um die Thränen aus ihren Augen wegzuküßen.
„Ach! Chriſtian!“ flüſterte ſie mit halber Stimme, gebrochen durch die aufſteigenden Seufzer ihrer belaſteten Bruſt, und ſchlug beide Arme um ſeinen Nacken.„Ach! mein theurer Gemahl! Welch ein wunderbares Räthſel iſt doch das Menſchenleben auf dieſer Erde, und wo iſt die Brücke erbaut zwiſchen dem Diesſeits und Jenſeits, dem Sein und dem Nichtſein? Wer kann uns Gewißheit darüber geben, ob der Tod ein wirkliches Scheiden von hier iſt, oder ob die geängſtigte Seele zurückzukehren ver⸗ mag zu denen, welche ihr theuer ſind, um über deren Wohl zu wachen, ſie mit Sorge, Ermahnung, Warnung zu umgeben— wer vermag uns hier Auskunft zu er⸗ theilen?“
„Die Kirche!“ ſagte der Prinz ernſt.„Wende Dich an Deinen Beichtvater, und er wird Deine Zweifel löſen.“
Maria Antonia bewegte verneinend ihr Haupt.
„Nein, nein!“ ſagte ſie wie abwehrend.„Dort erhalte ich keine Antwort auf Fragen, die ſie als gottesläſterlich


