Teil eines Werkes 
1. Bd. (1860)
Entstehung
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alte Mengs machte eine bedenkliche Miene und trank keinen Tropfen.

Nun? fragte ihn der Sänger.Sie wollen auf das Wohl Ihrer Töchter Ihr Glas nicht leeren?

Verzeihen Sie es mir! erwiderte Iſmael trau⸗ rig.Ich finde, Sie ſind nicht ganz bei der Wahrheit ge⸗ blieben. Sie ſind, wenn auch ein göttlicher Sänger, doch als Menſch ein Schmeichler; denn, dem Himmel ſei es geklagt, mit dem Wachſen der ſchönen Mädchen auf den Bäumen Sachſens iſt es wohl nie weit her geweſen; keine meiner Töchter iſt mir darum zum Modell brauch⸗ bar emporgewachſen, und mein Raphael hätte lange ſu⸗ chen können, bevor er zu Hauſe eine Schönheit, wie ſeine Margareta iſt, entdeckt. Machen Sie alſo meinen Mäd⸗ chen nichts weiß, göttlicher Annibali, denn ſie ſind zum Malen in der Welt da.

Ah! Ich vergaß das, rief Annibali laut lachend. Alſo, mein alter Freund, ein Glas auf die Modelle, welche der Künſtler nur auf wälſchem Boden findet!