göttlichen Sänger erſuchen, ſeine Bewunderung der Schön⸗ heit meiner Margareta nur im Liede an den Tag zu legen; alle andern Huldigungen muß ich mir verbitten.“
Annibali lachte und nannte den jungen Künſtler einen Egoiſten, der ſeinen Schatz nur für ſich bewahre.— Iſmael ſah mißbilligend dazu.„Die Ehe iſt ja um der Kunſt willen geſchloſſen und ſein Modell wird Eigen⸗ thum der ganzen Welt.— Aber laſſen wir ihn und eilen heim. Sie theilen unſer Mahl, göttlicher Annibali, und würzen es durch ein Lied.“
Der Sänger traute ſeinen Ohren kaum, als er den alten Iſmael von einem Feſte reden hörte, und in ſeine Wohnung tretend, eine wohlbeſetzte Tafel fand, an der die Geſellſchaft heiter Platz nahm. Man ſcherzte, man lachte, und Iſmael ließ es geſchehen. Man brachte endlich auch die Geſundheit des jungen Paares aus, ließ dann den König Auguſt leben, trank auf das Wohl des Vater⸗ landes, und wollte zum Schluße auch dem Vater des jungen Paares dieſe Ehre erweiſen; da erhob ſich dieſer von ſeinem Sitze, und ſein Glas hoch erhebend, nahm er das Wort:
„Um der Einigkeit meiner Familie willen, ſagte er,„werde ich dem Beiſpiele meiner Kinder folgen und in den Schooß der römiſch⸗katholiſchen Kirche zurückkehren; außerdem aber, um für die Tage zu ſorgen, von denen


