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wieder war es Brühl, durch deſſen Hand ſie einen ſol⸗ chen Freibrief dazu erhielt, immer wieder drängte er ſich zwiſchen ſie und ihre neue Familie. Ein Balcon an ihrem Wohngemache wurde ihr gleichfalls durch ſeine Vermitt⸗ lung geſtattet, und zwar diesmal erſt nach langem Zö⸗ gern; denn der ſtolze Mann wollte der ſtolzen Prinzeſſin fühlbar machen, daß er es ſei, der bis jetzt noch an die⸗ ſem Hofe herrſche, und daß ſie darum weiſe thue, auch bei ihm perſönlich anzufragen.— Zu dieſer Demüthigung verſtand ſich die Tochter und Enkelin von Kaiſern nicht ſo leicht.
Elſtes Capitel. Der Künſtler und ſein Modell.
Iſmael Mengs hatte Dresden verlaſſen und ſich mit ſeiner ganzen Familie nach Rom begeben, ſeine alte Kö⸗ chin nicht ausgenommen, welche ſeit dem Tode ſeiner Frau das Regiment im Hauſe führte und mit ehernem Scepter darin regierte. Gewohnheit iſt ein ſchlimmer Tyrann, und Iſmael war an ſeiner alten Barbara ſtörriſche Weiſe
gewöhnt und konnte ſie nicht mehr entbehren.
Sein Sohn Raphael genoß größerer Freiheit, ſeit
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