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haßte und fürchtete, das Beſchützeramt über ſich anver⸗ trauen, welches ihr Stolz ihm ſo gerne entzogen hätte.
So ſpielen die Umſtände mit unſern Entſchlüſſen und machen unſer Wollen zu ihrem Spiele.
Der kluge Hofmann hatte recht geurtheilt. Ein fait accompli nehmen wir hin, wie etwas, das uns nicht mehr berührt. So ließ ſich denn der König in keine wei⸗ teren Erörterungen ein über dieſe Art der Luſtbarkeiten, womit ſeine muntere Schwiegertochter ſich vergnügte.
Aber nicht umſonſt hatte der kluge Brühl ſie em⸗ pfinden laſſen, wie ſtrenge ſie bewacht werde, wie demü⸗ thigend ihre Abhängigkeit ſei. Der Traum ihrer Freiheit war damit ausgeträumt. Maria Antonia kehrte nach Dresden zurück, mit den fallenden Blättern, in ſich tra⸗ gend das Gefühl des gefangenen Vogels, der endlich ſei⸗ nen Käfig ſelbſt dann nicht mehr verläßt, wenn deſſen Thüre ihm weit geöffnet ſteht.
Sie wollte nicht immer auf's Neue der Fürſprache eines Brühl bedürfen; ſo wandte ſie ſich denn an den König ſelbſt, ſo oft ſie die Gewährung einer Bitte nach⸗
zuſuchen hatte. Die kleinſten Wünſche, wie ſie jede Frau
faſt unausgeſprochen von ihrem Gatten bewilligt erhielt, mußte ſie von Warſchau aus als Gunſtbezeugungen ver⸗ langen. Ein Tanz in ihren Zimmern bedurfte der Er⸗ laubniß ihres königlichen Schwiegervaters, und immer 1860, IX. Maria Antonia. I. 11¹
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