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„Bei Gott, Prinzeſſin, nie und nimmer werde ich das,“ rief der Churprinz warm und eine Thräne zitterte dabei in ſeinem Auge;„nie und nimmer ſollen Sie durch meine Gebrechlichkeit in Ihrem frohen Jugendmuthe be⸗ hindert werden; nie und nimmermehr werde ich Ihnen Ihre zarte und hübſche Antwort von heute vergeſſen!“— Er zog ihre Hand bewegt an ſeine Lippen und verharrte eine Minute lang in dieſer gebeugten Stellung, um ſich zu faſſen. Antonia neigte ſich zu ihm.„ Mein Herz dictirte meine Worte, und dieſes Herz— gehört Ihnen,“ ſagte ſie ſchüchtern.
„Oh! So laſſen Sie dieſes liebe und ſchöne Herz immer mit mir reden,“ rief der Prinz tief bewegt,„und wahrlich, Antonia, Sie ſollen dafür die Angebeteſte der Frauen werden. Laſſen Sie dieſes getreue Herz Sie leh⸗ ren, mir durch Wort und Blick nie zu verrathen, welch' ein Opfer Sie durch ineine Hülfloſigkeit mir zu bringen haben; und wahrlich! Ihr Loos ſoll dennoch beneidens⸗ werth ſein!— Jeder Wunſch Ihrer Seele ſoll, ſelbſt unausgeſprochen, ſchon gewährt werden, jeder Gedanke Ihres Geiſtes ſoll in mir ein Echo finden, jede Sorge,
jeder Schmerz der meinige werden, ja mich doppelt treffen, er 9
weil er Sie trifft. Mit Roſen will ich Ihren Pfad be⸗ ſtreuen, will Sie auf Blumen betten. Sie ſollen nicht
allein über mich gebieten, nicht allein die Herrſcherin in


