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meinem Herzen ſein; auch meines Landes Fürſtin will ich Sie nennen, und wenn ich einſt den Thron beſteige, werde ich Ihr erſter Unterthan ſein.“
„Prinz,“ rief Antonia bewegt,„Sie rechnen mir zu hoch an, was einfach meine Neigung nur gebietet. Ich habe Sie aus Ihren Briefen lieb gewonnen, mein Herz gehörte Ihnen, bevor mein Auge Sie ſah, und— es ge hört Ihnen noch!“ fügte ſie erröthend hinzu.
Der zog Ihre Hand zärtlich an ſeine Lippen.„Das iſt mehr als ich erwartete, mehr als ich wünſchen, mehr als ich hoffen durfte!“ rief er feurig aus. „Sie wiſſen nicht, S Sie ahnen nicht, Prinzeſſin, wie viel Glück Sie meinem Leben verleihen können! Ich ſtehe allein an dieſem Hofe. Ein König blickt ſtets mit Argwohn auf ſeinen Nachfolger, das lehrt uns die Geſchichte aller Zeiten; ich aber habe nicht allein meines Vaters Eiferſucht zu ſcheuen, muß nicht allein um ſeinetwillen den Schein annehmen, als ob ich in dieſem Lande ein Fremder wäre, als ob deſſen Wohl und Weh für mich ohne Belang ſei: ich habe, was viel ſchwerer noch iſt, das wachſame Auge eines Brühl zu ſcheuen, deſſen Argwohn meine Schritte durch ſeine Spione überwacht. Niemandem darf ich daher vertrauen in meiner Umgebung, gegen Niemand ein Wort des Vertrauens fallen laſſen; ſelbſt noch im Beichtſtuhle muß ich meine Zunge überwachen.— Sie aber, Antonia,


