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nun hinzu und ergriff die Hand ſeiner jungen Gemalin mit Wärme, um ſie zärtlich an ſeine Lippen zu führen; „ich wünſchte Ernſtes mit Ihnen zu beſprechen, darum das feierliche Wort. Was ich Ihnen brieflich nicht mit⸗ theilen wollte, nicht mittheilen konnte, das ſollte dieſe Stunde Ihnen enthüllen. Dem Allen muß aber die Frage voraufgehen: Können Sie mich lieben, Antonia, ſo wie Sie mich jetzt ſehen, mich lieben?— Können Sie ſich daran gewöhnen, einem Gatten anzugehören, der, ob⸗ wohl nur 24 Jahre alt, wie ein Greis Ihnen zur Seite wandelt, unfähig die Luſt und die Freude der Jugend zu theilen, unfähig Ihr Beſchützer zu ſein?— Können Sie mir es verzeihen, Antonia, daß ich Ihrem lebensfrohen Sinn es zugemuthet, das Loos eines Mannes zu theilen, dem die Natur den Gebrauch ſeiner Füße verſagt hat? Fühlen Sie keine Abneigung gegen mich, jetzt, da Sie mich ſo ſehen?“
„Keine!“ erwiderte Maria Antonia, und ſah ihn dabei mit ihren hellen Augen treuherzig an.„Keine, Prinz, ſo wahr ich lebe, keine! Es war mir nicht unbekannt, daß die Schwäche Ihrer Füße Ihnen das Tanzen nicht geſtattete; aber was thut das mir, ſo lange ich die meini⸗ gen nur nach Gefallen gebrauchen mag, ohne in Ihrer Liebe dadurch zu leiden; ſo lange Sie mir nicht verſagen, was Ihnen ſelbſt nicht Bedürfniß iſt.“


