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in der weiten, weiten Welt nicht einen zweiten Fürſten, wie dieſer Friedrich, und dieſer Eine, warum war er Proteſtant?—
Solche Zugendträume und jugendliche Phantaſien kürzten ihr die Zeit während der oft langweiligen Fahrt. Ab⸗ wechſelnd hing ſie dann auch ernſten Gedanken nach. Vor allem hatte ſie ja heute zu überlegen, was ſie auf jede mögliche Anrede Paſſendes und Schickliches erwiedern könne, wie ſie ſich ausdrücken müſſe, um den Sachſen zu gefallen, um auf Alle einen günſtigen Eindruck hervor⸗ zubringen und ſich den Weg zu ſteigender Popularität zu bahnen.— Sie ſpielte gerne Comödie, gab ſo gerne eingelernte Rollen, wie alſo ſollte ſie ſich nicht bemühen, die ihr von der Fflicht vorgezeichnete mit ſo viel Geſchick als Grazie darzuſtellen!—
„Nur ſchön möchte ich ſein, wenigſtens dieſen ei⸗ nen Tag möchte ich es ſein,“ ſeufzte ſie dabei vor ſich hin, und richtete einen halb vorwurfsvollen Blick zum Himmel. Da fiel ihr Auge auf die am fernen Horizonte auftauchenden, feſt gezeichneten Wolken, und bevor die Ahnung ihres Herzens noch das Wort geſprochen, hielt der Wagen an und eine Stimme rief ihr zu:„Das iſt das Erzgebirge, Königliche Hoheit; dahinter liegt Ihr
neues Vaterland!“


